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Vegane Alternativen zu Joghurt im Vergleich

Sojajoghurt ist nicht die einzige vegane Alternative zu Joghurt aus Milch. Mir persönlich schmeckt Sojajoghurt nicht so gut und deshalb habe ich mich auf die Suche nach anderen milchfreien und pflanzlichen Joghurtalternativen gemacht. Und ich bin fündig geworden: Kokosjoghurt, Mandeljoghurt, Haferjoghurt, Hanfjoghurt und Cashewjoghurt – was können diese Joghurtalternativen ohne Soja und natürlich ohne Milch?

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Vegane Joghurtalternativen

Als ich im letzten Sommer Joghurt-Eis herstellen wollte, habe ich angefangen nach veganen Joghurtalternativen zu suchen. Zuerst habe ich es mit Sojajoghurt versucht, aber damit konnte ich mich geschmacklich gar nicht anfreunden. Irgendwie auch gut, denn ich bin auch kein großer Freund von übermäßigem Soja-Konsum. Dann habe ich Kokosjoghurt entdeckt, Bezugsquellen ausfindig gemacht, aber in der Praxis zunächst nirgendwo bekommen.  Meine Frage nach „Kokosjoghurt“ im Laden wurde standardmäßig mit der Gegenfrage „Meinen Sie Joghurt mit Kokosgeschmack?“ beantwortet. Aber dann nach und nach wurde ich fündig und mittlerweile kenne ich sogar verschiedene Marken und Geschmacksrichtungen.
Den Hanfjoghurt, Mandeljoghurt, Haferjoghurt und Cashewjoghurt habe ich vor kurzem erst entdeckt.
Eine weitere Alternative ist Joghurt auf Basis von Lupinen. Bisher habe ich aber nur den Lupinenjoghurt von „Made with Luv“ gefunden, und der enthält gleich drei verschiedene Sorten an zugesetztem Zucker. Daher habe ich ihn gar nicht erst ausprobiert.
Auch die Kokosjoghurts von Joya findest du hier nicht im Test, denn auch diese strotzen nur so vor zugesetztem Zucker und/oder Zusatzstoffen. Da sage ich ganz klar: Nein, danke!

Die Joghurtherstellung

Genau genommen ist ursprünglicher Joghurt Milch, dem Joghurtkulturen zugesetzt wurden. Doch was sind eigentlich diese Kulturen? Joghurtkulturen sind Bakterien, die die Laktose in der Milch in Milchsäure umwandeln. Diesen Vorgang nennt man Fermentation. Gleichzeitig verketten sich bestimmte Eiweißbestandteile (Kaseine) in der Milch und diese verdickt sich. Die am häufigsten verwendeten Joghurtkulturen sind Lactobacillus bulgaricus und Streptococcus thermophilis. Veganer Joghurt zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass keine tierische Milch verwendet wird, sondern auch dadurch, dass vegane Joghurtkulturen eingesetzt wurden.
Du kannst veganen Joghurt auch selber machen. Ein Artikel hierfür ist schon in Arbeit – schau doch solange mal bei diesem Rezept vorbei 😉
Um selbst erfolgreich Joghurt herzustellen ist es besonders wichtig, dass der Joghurt-Ansatz über einen längeren Zeitraum konstant genau die richtige Temperatur hat. Sehr hilfreich dabei ist ein elektrischer Joghurt-Bereiter.

Vegane Joghurtkulturen

Wie werden diese Bakterien hergestellt und wie kann man sichergehen, dass diese auch vegan sind? Ausschlaggebend, ob eine Joghurtkultur vegan ist oder nicht, ist der Nährboden auf dem die Bakterien gezüchtet werden. Joghurtkulturen können auf verschiedenen Nährböden vermehrt werden. Nennt sich eine Joghurtalternative vegan, so müssen auch die Joghurtkulturen auf einem veganen Nährboden gezüchtet worden sein.

Veganer Joghurt ohne Soja

Das Geheimnis, damit die Joghurtkulturen arbeiten können, sind Kohlenhydrate um Milchsäure herzustellen, aber insbesondere auch Eiweiß, das fermentiert werden kann. Man sagt, dass mindestens 3 g Eiweiß in 100 g Basis enthalten sein muss, damit eine ausreichende Gerinnung erreicht werden kann. Sojamilch enthält genug Eiweiß, damit es ohne Hilfe von Verdickungsmitteln fest werden kann. Bei Kokosmilch, Mandelmilch oder Hafermilch sieht das ganz anders aus. Hier sind meist maximal 2 g Eiweß enthalten, dies reicht nicht aus um ohne Hilfe eine joghurtartige Konsistenz zu erhalten. Ein Verdickungsmittel und Stärke sind daher nötig. Das ist auch wichtig zu wissen, wenn du veganen Joghurt selber machen möchtest.

Veganen Joghurt kaufen

Sojajoghurt ist mittlerweile in fast allen Supermärkten erhältlich. Bei den sojafreien Joghurtalternativen sieht das ganz anders aus. Während REWE und Real bereits Kokosjoghurt führt, sucht man bei EDEKA, Aldi, Netto oder Lidl vergeblich danach. Die veganen Joghurts aus Mandelmilch, Hafermilch, Hanfmilch oder Cashewmilch gibt es bisher ausschließlich in regionalen Biomärkten oder Bio-Supermärkten wie Denn’s, basic oder Naturata. Als für mich überraschenden Bezugsquelle hat sich die Lebensmittelabteilung von Galeria Kaufhof für mich entpuppt, denn dort habe ich ein recht großes Sortiment and Kokosmilchjoghurt gefunden. Du findest bei jedem Joghurt beschrieben, wo ich das Produkt gefunden habe.
Außerdem gibt es einige Produkte natürlich online z.B. bei REWE online, Amazon oder All you need fresh.

Die Testkriterien

Am allerwichtigsten ist natürlich, dass der Joghurt sich „vegan“ nennt. Das heißt entweder, dass der Joghurt ein offizielles Vegan-Label trägt oder auf der Zutatenliste werden ausdrücklich vegane Joghurtkulturen aufgeführt. Nur so ist gewährleistet, dass der Joghurt milchfrei ist und dass die Joghurtkulturen auf veganem Nährboden gezüchtet wurden.
Desweiteren ist für mich wichtig, dass kein Zucker zugesetzt wurde und insbesondere kein Carrageen. Warum das für mich wichtig ist, kannst du in diesem Artikel nachlesen. Je weniger Zusatzstoffe, desto besser schneidet der Joghurt ab.
Aber auch der Geschmack und die Konsistenz sind wichtig, denn auch von einer Joghurtalternative erwartet man eine gewisse Festigkeit, Cremigkeit und eine milde Säure.

Nun möchte ich dir aber endlich die verschiedenen Joghurtalternativen vorstellen:

UPDATE 10.05.2018: Neu im Test dabei: Der Mandeljoghurt von Alnatura, der von demselben Hersteller stammt wie der Mandeljoghurt von MyLove MyLife und der Kokosjoghurt von MyLove MyLife und von Alnatura! Außerdem habe ich auch noch den Kokosjoghurt von Koko Dairy Free mit in den Test genommen.

UPDATE 19.03.2018: Ganz neu getestet habe ich einen Joghurt auf Cashewbasis, den es seit Neustem von Harvest Moon gibt. Außerdem habe ich eine neue Joghurt-Alternative auf Kokosnussbasis von Plantly entdeckt.

Harvest Moon Coconut Milk Yoghurt (Kokosnussbasis)

Der Harvest Moon Kokos-Joghurt war der erste, den ich ausprobiert habe. Und ich war sofort begeistert. Er hat eine feste, aber cremige Konsistenz und schmeckt tatsächlich nach Joghurt, ohne dass der Kokosgeschmack zu stark durchschlägt. Damit ist er auch super fürs Müsli geeignet. Auch die Sorten „mit Geschmack“ sind überraschend alle lecker. Ich persönlich fand nur die Sorte „Chocolate“ etwas zu bitter, aber das Problem hatte ich schon immer mit Joghurt, der nach Schokolade schmecken soll. Von daher, probiere es gerne einfach selber mal aus.

Alle Sorten Harvest Moon Coconut Milk Yoghurt gibt es als 125 ml-Becher, die Sorten „Natur“, „Vanille“ und „Mango & Maracuja“ auch im 400 ml-Becher. Die Produkte sind biozertifiziert.

Neben 98% Kokosmilchanteil und 1% Tapiokastärke, sind noch die jeweiligen Aromen in Form von Frucht und Gewürzen und die Joghjurtkulturen enthalten. Achtung: Die Sorten Chocolate, Dark Berry & Lemon/Bergamotte sind zusätzlich mit Agave gesüßt.

Verfügbare Sorten: Natur, Vanille, Chocolate (mit Agave), Dark Berry (mit Agave), Mango & Maracuja, Lemon & Bergamotte (mit Agave)

Gekauft bei: Denn’s, Naturata, Galeria Kaufhof

Weitere Infos: harvestmoondrinks.de

Bei Amazon kaufen

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Harvest Moon Cashew Yoghurt (Cashewbasis)

Relativ neu ist die Joghurtalternative auf Cashewbasis von Harvest Moon. Da ich ja immer gerne neue Produkte ausprobiere, ist dieses sofort in meinen Einkaufsbeutel gewandert 🙂

Der erste Eindruck ist gut! Der Joghurt ist cremig und nicht zu flüssig. Vom Geschmack her muss ich sagen, dass er einen eher käsigen Geschmack hat. Das ist an sich nicht so schlimm, doch im Müsli schmeckte mir das nicht so gut. Der käsige Geschmack hat mich aber auf eine andere Idee gebracht: Vielleicht lässt sich der Joghurt als veganen Quark verwenden? Ich hab also den Joghurt über Nacht in meinem Nussmilchbeutel abtropfen lassen und siehe da – er ist um einiges fester geworden. Ganz an die Konsistenz von Quark aus Milch kommt er natürlich trotzdem nicht ran, aber für mich ist das eine gute Möglichkeit veganen Quark herzustellen!

Der Cashewjoghurt besteht zu 95% aus Cashewdrink, dazu noch Tapiokastärke und Kokosöl für die Konsistenz, sowie Meersalz und vegane Joghurtkulturen. Bei der Sorte Vanille ist noch 1% Vanille und Traube enthalten. Alles in allem erfreulicherweise recht wenige Zutaten. Der Cashew-Joghurt ist biozertifiziert.

Verfügbare Sorten: Natur, Vanille

Gekauft bei: Denn’s

Weitere Infos: harvestmoondrinks.de

 

The Coconut Collaborative (Kokosnussbasis)

Nach diesem Kokosnuss-Joghurt habe ich lange gesucht. Gefunden habe ich ihn letztendlich bei REWE und dort gibt es ihn zumindest in der Sorte „Natur“ auch immernoch. Der Joghurt von The Coconut Collaborative hat eine ähnlich feste Konsistenz wie der Joghurt von Harvest Moon. Auch der Geschmack ist genauso mild-säuerlich. Perfekt fürs morgendliche Müsli!

Der Joghurt enthält 71% Kokosmilch, 24% Kokoswasser und vegane Joghurtkulturen. Außerdem sind noch Maisstärke, Kartoffelstärke und Pektin als Verdickungsmittel zugesetzt.
Den Sorten Heidelbeere, Erdbeere und Mango & Passionsfrucht ist zusätzlich zur Fruchtzubereitung noch  Fruchtsüße aus Trauben und natürliches Aroma zugesetzt. Damit kann ich für die aromatisierten Sorten keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen, denn die Zusatzstoffe summieren sich hier ganz schön. Ich empfehle, stattdessen lieber die Sorte „natur“ mit frischen Früchten zu genießen ;).

nfnf vegane Joghurtalternativen The Coconut Collaborative Chocolate
The Coconut Collaborative Chocolate

Ganz neu ist die Sorte „Chocolate“, die es in Einzelportionen von 4x45g zu kaufen gibt. Die Konsistenz ist eher wie eine sehr feste Mousse oder Creme und auch der Geschmack hat nichts mit Joghurt zu tun. Das macht aber nichts, denn die Mousse schmeckt durchaus lecker! Leider ist in dieser Sorte jedoch Zucker zugesetzt und was noch viel schlimmer ist: auch Carrageen. Desweiteren sind noch Stabilisatoren enthalten. Aufgrund der Menge der Zusatzstoffe kann ich diese Sorte daher überhaupt nicht empfehlen. Da koche ich mir lieber selber Schokopudding auf Kokosmilchbasis…

Die Produkte von The Coconut Collaborative sind nicht Bio. Die Marke gibt jedoch an, dass die  Kokosnüsse aus Südostasien kommen und die Landwirte dort mit kostenlosen Kokossetzlingen unterstützt werden. So wird neuer Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt und gleichzeitig Einkommen für die Farmer geschaffen.

Verfügbare Sorten: Natur, Heidelbeere (mit Zuckerzusatz), Mango & Passionsfrucht (mit Zuckerzusatz), Erdbeere (mit Zuckerzusatz), Chocolate (mit Zuckerzusatz & Carrageen)

Gekauft bei: REWE, Galeria Kaufhof

Weitere Infos: coconutco.co.uk

Bei REWE kaufen

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Happy Coco! Vegan Yoghurt Alternative (Kokosnussbasis)

Happy Coco! Natur
Happy Coco! Natur

Der Happy Coco!-Joghurt ist von der Konsistenz her etwas flüssiger. Der Geschmack ist gut und angenehm mild. Der Bio-Joghurt macht äußerlich einen guten EIndruck. Leider ist aber dieses Produkt auch in der Sorte „Natural“ nicht ungesüßt, in allen Sorten ist Agavensirup zugesetzt.

Da Agavensirup enzymatisch verändert und genauso industriell verarbeitet wird wie Glukose-Fructose-Sirup oder raffinierter Zucker, zählt er für mich als industrieller Zuckerzusatz. Agavensirup hat einen sehr hohen Fructose-Anteil. Der Happy Coco! – Joghurt bekommt daher von mir keine Empfehlung.

Verfügbare Sorten: Natur, Vanille, Mango, Erdbeer (alle Sorten mit Agavensirup)

Gekauft bei: Denn’s

Weitere Infos: happycoco.com

 

Sojade So Hafer! (Haferbasis)

Sojade SoHafer!
Sojade SoHafer!

Ich war wirklich sofort begeistert, als ich gesehen habe, dass es eine Joghurtalternative auf Haferbasis gibt! Und dann auch noch Bio! Ich hatte mich schon immer gefragt, warum ich sowas bisher noch nicht gefunden habe – jetzt weiß ich warum….als Joghurt kann man die Masse nicht bezeichnen. Es ist vielmehr eine „kleisterartige“ Masse, die aromatisiert wurde. Es besteht zwar zu 99% aus Haferdrink, davon jedoch nur 10% Hafer. Der Rest ist Wasser und Verdickungsmittel. Trotzdem Joghurtkulturen zugesetzt sind, hat dieses Produkt wirklich nicht viel mit Joghurt zu tun. Nun war die von mir getestete Sorte auch kein reiner „Joghurt“ sondern mit Müsli und Geschmack dabei. In meinem Fall mit Banane und Passionsfrucht. Fazit: Man kann es essen, aber der Hit ist es wirklich nicht. Es besteht gefühlt mehr aus Verdickungsmittel als aus allem anderen. Zugute halten muss man der Marke, dass das Produkt auch nicht als Joghurt bezeichnet wird. Trotzdem kann ich es leider geschmacksmäßig wirklich nicht empfehlen.

Verfügbare Sorten: Natur (ohne Müsli), Banane & Passionsfrucht mit Müsli, Heidelbeere & Cassis mit Müsli

Gekauft bei: basic-Biomarkt

Weitere Infos: sojadebio.de

Bei Amazon kaufen

Bei All you need fresh kaufen

 

Sojade So Hanf! natur (Hanfbasis)

Sojade SoHanf! Natur
Sojade SoHanf! Natur

Der Bio-Joghurt auf Hanfbasis kommt mit einer etwas flüssigeren, eher gelartigen Konsistenz daher. Der Geschmack ist – naja, sagen wir mal „neutral“, er schmeckt eigentlich nach gar nichts, vielleicht etwas getreidig. Positiv ist auf jeden Fall, dass sehr wenige Zutaten enthalten sind und keine zwiespältigen Zusatzstoffe. Allerdings sind in den 95% Hanfsaft nur 3% Hanfsamen enthalten. Die restlichen 5% bilden also Reisstärke, Agar-Agar und Joghurtkulturen. Als Zutat zum Kochen kann ich mir den SoHemp!-Joghurt sehr gut vorstellen, denn Kokosjoghurt eignet sich – wenn man nicht gerade etwas asiatisches kocht – eher weniger für herzhafte Gerichte. Dadurch dass er so neutral ist, kann man ihn süß und salzig verwenden. Als Joghurtersatz für Müsli kommt der Hanf-Joghurt für mich nicht infrage, als Kochzutat schon eher!

Sojade ist ein französisches Familienunternehmen, das im Herzen der Bretagne beheimatet ist und seit drei Generationen ein Experte in pflanzlicher Ernährung ist Sojade gibt den Hanf-Joghurt als Quelle von Omega-3-Fettsäuren an. Der Hanf stammt zu 100% aus Frankreich, weitere Zutaten wie Fruchtzubereitungen bei den Fruchtsorten sind selbst hergestellt oder stammen wie z.B. der Kakao und der Rohrzucker aus fairem Handel.

Verfügbare Sorten: Natur, Himbeer (mit Zuckerzusatz), Schokolade (mit Zuckerzusatz)

Gekauft bei: basic-Biomarkt

Weitere Infos: sojadebio.de

 

Mylove Mylife Mandel & Alnatura Mandel Natur (Mandelbasis)

Dieses Produkt habe ich ganz zufällig im Basic-Biomarkt entdeckt und ich war besonders gespannt darauf es auszuprobieren! Der Hersteller bezeichnet sein Produkt offiziell als „Mandelcreme“. Das trifft es auch ganz gut, denn die Konsistenz ist etwas flüssiger. Von der Cremigkeit und Farbe her ähnelt es einem recht flüssigen Joghurt. Der Geschmack lässt allerdings wirklich zu wünschen übrig. Es schmeckt – nach fast gar nichts…wenn überhaupt ist eine ganz leichte säuerliche Note erkennbar.
Mit nur 6% Mandelanteil kann man eine „joghurtartige“ Konsistenz natürlich nur durch Zugabe von Stärke und Verdickungsmitteln erreichen. Desweiteren sind noch Salz und nicht näher bezeichnete Reifungskulturen enthalten (sollen aber laut Verpackung vegan sein). Leider schlägt sich die enthaltene Stärke mit einem leicht „sandigen“ Gefühl im Mund durch. Auch der fehlende Geschmack fällt sofort auf.
Für die Mandelcreme kommt für mich allerhöchstens die Verwendung als Kochzutat infrage, als Joghurtersatz für mein Müsli finde ich die Mandelcreme nicht geeignet.

Verfügbare Sorten: Natur, Himbeere (mit Zuckerzusatz), Vanille (mit Zuckerzusatz), Mango (mit Zuckerzusatz)

Übrigens ist der Mandeljoghurt natur, den Alnatura im Angebot hat, derselbe Joghurt 😉

Gekauft bei: basic-Biomarkt (MyLove MyLife), Alnatura (Alnatura)

Weitere Infos: mylove-mylife.at, alnatura.de

 

MyLove Mylife Kokos Natur & Alnatura Kokos Natur (Kokosnussbasis)

Der Kokosjoghurt von MyLove MyLife und Alnatura kommt mit soliden 95% Kokosmilch daher. Dazu sind nur (Tapioka-)Stärke, Johannisbrotkernmehl und Reifungskulturen, sowie Salz enthalten. Der Kokosjoghurt hat eine gute Konsistenz, ist nicht zu flüssig, aber auch nicht besonders fest. Vom Geschmack her ist der Joghurt herrlich neutral, der Kokosgeschmack kommt nicht allzustark durch, man schmeckt eine leichte, milde Säure. Eine Empfehlung für dieses Bio-Produkt!

Gekauft bei: denn’s Biomarkt (MyLove MyLife), Alnatura (Alnatura)

Weitere Infos: mylove-mylife.at, alnatura.de

Plantly Coconut Natural (Kokosnussbasis)

Plantly Coconut Natur
Plantly Coconut Natur

Den Plantly-Joghurt auf Kokosnussbasis habe ich bisher leider nur bei unseren Nachbarn in den Niederlanden gefunden. Wer also in der Nähe dorthin wohnt, kann sich glücklich schätzen, denn diese Joghurt-Alternative ist zu empfehlen 🙂

Der Joghurt ist schön cremig und hat einen angenehm milden, leicht säuerlichen Geschmack. Das Kokos ist nicht aufdringlich, man schmeckt es leicht heraus.

Mit 75% Kokosmilch, veganen Joghurtkulturen und den Verdickungsmitteln Tapiokastärke und Guarkernmehl ist die Zutatenliste schön kurz.  Außerdem ist auch dieser Kokosjoghurt nach europäischem Bio-Standard produziert.

Verfügbare Sorten: Natur, Mango, Blueberry (mit Agavensirup)

Gekauft bei: plus (Niederlande)

Weitere Infos: plantly.co

Koko Dairy Free Pure Alternative (Kokosnussbasis)

nfnf vegane Joghurtalternativen Koko Dairy Free Pure Alternative
nfnf vegane Joghurtalternativen Koko Dairy Free Pure Alternative

Wenn man sich die Zutatenliste des Koko Dairy Free Kokosjoghurts anschaut, fällt sofort der geringe Anteil von 20% Kokosmilch auf. Dies macht sich in der sehr flüssigen Konsistenz sofort bemerkbar, die auch die zugesetzte Stärke und das Verdickungsmittel nicht verbessern können. Der Joghurt überrascht dann aber trotzdem mit viel Geschmack. Ein weitere Blick auf die Zutatenliste bringt die Erklärung: Es ist Dextrose zugesetzt. Zusammen mit den zugesetzten Vitaminen und dem Calcium sind das für meinen Geschmack viel zu viele Zutaten bei zu wenig Kokosnuss. Von „Pur“ kann hier also nicht wirklich die Rede sein. Die meisten anderen Joghurts bieten mehr Qualität zu geringeren Preisen. Insgesamt keine Empfehlung für diesen Kokosjoghurt.

Gekauft bei: real

Weitere Infos: kokodairyfree.com

Abbot Kinney’s (Kokosnussbasis)

Diese Marke habe ich gerade erst im Internet entdeckt – leider habe ich sie bisher noch nicht im Laden gefunden. Aber die Suche geht weiter und ich bin sicher, bald fündig zu werden. Darauf bin ich sehr gespannt! Solange kannst du dich gerne schonmal auf der Webseite informieren: Abbot Kinney’s oder den Joghurt bei Amazon kaufen

Fazit

Ganz klar festzuhalten ist, dass keiner der veganen Joghurts günstig ist. Die Produkte liegen zwischen 0,49 Euro und 1,59 Euro/100 g, wobei die Mandelcreme von MyLove-MyLife und Alnatura am günstigsten und die Kokosjoghurts am teuersten sind. Von der Konsistenz und der Cremigkeit her, ist der Kokosjoghurt ganz weit vorne. Hier muss man aber wirklich den Geschmack mögen, denn der Kokosjoghurt schmeckt auch wirklich (wer hätte es gedacht?) – nach Kokos 😉 Der Hanfjoghurt und die Mandelcreme schmecken komplett neutral und eignen sich daher am besten zum Verdicken von Speisen oder Soßen – herzhaft oder süß. Der Haferjoghurt fällt als Joghurt-Alternative bei mir durch, er schmeckt und sieht aus wie eine verdickte Flüssigkeit – was er ja eigentlich auch ist. Der Cashewjoghurt hat einen käsigen Untergeschmack und eignet sich meiner Meinung nach nicht so gut für ein süßes Müsli. Abgetropft lässt er sich aber gut als vegane Quarkalternative verwenden. Wer preisbewusst ist und wem Sojajoghurt schmeckt, für den ist dieser dann wohl doch die beste Alternative. Wem Sojajoghurt nicht schmeckt (so wie mir ;)), dem möchte ich die Kokosjoghurts von Harvest Moon, The Coconut Collaborative oder Plantly ans Herz legen – uneingeschränkt in der Sorte „natur“.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Finden deines persönlichen Favoriten! 🙂

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