Dinkelbrötchen Artikelbild

Selbstgemachte Dinkel-Brötchen

Ich hatte zum Jahreswechsel eigentlich keine der typischen Vorsätze, nur eine Sache habe ich mir wirklich vorgenommen: Ich möchte versuchen, weniger zu konsumieren. Und wenn dann doch etwas Neues angeschafft werden muss, dann nachhaltig oder gebraucht. Wie es der Teufel so will, gibt unser Handrührgerät so langsam den Geist auf. Beim letzten Telefonat mit meiner Schwiegermutter Monika erzählte sie, dass sie noch eine Küchenmaschine im Keller hat, die sie nicht mehr benötigt. Die könnten wir mitnehmen. Gesagt getan, nach einer kurzen Begutachtung haben wir sie uns geschnappt. Es ist nicht das neueste Modell, kann aber kneten, rühren und schlagen und sogar auch zerkleinern. Warum also etwas Neues kaufen, wenn es auch gebraucht geht? Natürlich habe ich auch schon mit dem tollen Handrührgerät von Kitchen Aid geliebäugelt. Das sieht stylisch aus, passt farblich super zu unserer Küche (die ist rot),  ist aber im Prinzip auch nur aus Plastik und man hat nicht unbedingt die Garantie, dass es länger hält, nur weil es mehr kostet. Außerdem muss es für mich sowieso nicht das neuste Produkt sein, es soll eigentlich nur seinen Zweck erfüllen. Und ob die schon etwas betagte Bosch-Küchenmaschine ihn erfüllt, habe ich direkt mal beim Brötchen backen getestet.

Küchenmaschine Bosch ProfiMixx46
Küchenmaschine Bosch ProfiMixx46

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbst brötchen backen

Selbstgebackene Brötchen sind für mich ein absoluter Genuss! Ich liebe den Geruch von frischer Hefe und Brötchenteig. Es ist eigentlich auch nicht viel aufwändiger selbst Brötchen zu backen, als Aufbackbrötchen zu kaufen oder zum Bäcker zu fahren (wenn man mal die Fahrzeit und Wartezeit  mitrechnet) und hat einen großen Vorteil: Die Brötchen sind WIRKLICH frisch! Wir backen seit etwa 2 1/2 Jahren Brötchen selber. Es könnte auf jeden Fall öfter sein,  denn jedes Mal wundern wir uns wieder, wie einfach es eigentlich ist. Was mich manchmal davon abhält, Brötchen selber zu machen, ist dieser unheimlich klebrige Teig. Den hat man nämlich dann nicht nur an den Händen, sondern auch unter den Fingernägeln 😉 Und das komplette Equipment sollte man direkt nach dem Gebrauch mit warmen Wasser vom Teig befreien, ansonsten hat man am nächsten Tag Spaß, eine harte Kruste abzupuhlen. Trotzdem haben wir bisher den Brötchenteig immer mit den Händen geknetet, das funktioniert auch wunderbar und man hat keine Ausreden – von wegen „ich hab gar kein richtiges Gerät zum Brötchenteig machen!“ 😛

Die „geerbte“ Küchenmaschine ist aber in jeder Hinsicht ein guter Helfer, denn das Kneten des Teiges ist auch relativ anstrengend und so kann ich sicher sein, dass alles gut durchmischt wird bevor mir die Arme abfallen 😀

Zutaten

ergibt 9 kleine Brötchen

500gDinkelmehl Typ 630
300 ml warmes Wasser
1 Würfelfrische Hefe
1 ELOlivenöl
1 guten TLSalz
etwas Olivenöl zum Formen der Brötchen
Zutaten Dinkelbrötchen
Zutaten Dinkelbrötchen

 

 

 

 

 

 

Zubereitung

  1. Das Mehl in eine Schüssel geben, die Hefe hineinbröckeln und mit dem Mehl vermischen
  2. Dann das warme Wasser hinzugeben
  3. Alles gut mit der Küchenmaschine oder mit den Händen verkneten
  4. Den Teig mit einem sauberen Tuch zudecken und an einem warmen Ort mindestens 45 Minuten gehen lassen (bei uns geht der Teig immer im Schrank, wo die Heizungsrohre sind ;))
  5. Wenn der Teig sein Volumen in etwa verdoppelt hat, ist er genug gegangen
  6. Den Ofen auf 200° Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  7. Das Olivenöl und das Salz zum Teig hinzugeben und alles nochmal kurz mit den Händen verkneten.
  8. Eine Glasplatte (oder andere glatte Unterlage) mit etwas Öl einstreichen
  9. Auf einen kleinen Teller oder ein Brettchen etwas Mehl geben
  10. Nun den Teig auf der mit Öl bestrichenen Platte zu einer Rolle formen.
  11. Aus der Rolle gleich große Portionen abteilen und zu Brötchen formen. Dabei die Ränder immer wieder nach innen schlagen (so bekommt der Teig eine kugelige Form).
  12. Jedes Brötchen kurz in Mehl wälzen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Zwischen den Brötchen genug Abstand lassen.
  13. Zum Schluss die Brötchen nochmal etwa 15 Minuten ruhen lassen. Ich schneide sie danach noch  kreuzweise ein.
  14. Die Brötchen etwa 15-20 Minuten backen, je nach gewünschtem Bräunungsgrad

Fertig!

Fertige Dinkelbrötchen
Fertige Dinkelbrötchen

tipPs

Tipp 1: Wenn ich weiß, dass ich nicht alle Brötchen in den nächsten Tagen aufessen werde, friere ich angebackene Teigrohlinge ein. Dazu backe ich die Brötchen, die ich einfrieren möchte, nur 8-10 Minuten an, lasse sie abkühlen und friere sie in Gefrierbeuteln ein. Wenn ich sie dann essen möchte, backe ich sie 10-15 Minuten bei 200° Grad im Ofen auf. Den Ofen brauchst du dafür nicht vorheizen. So hat man immer die Menge an frischen Brötchen parat, die man braucht!

Tipp 2: Nachdem der Teig gegangen ist, solltest du ihn nur kurz nochmal durchkneten, damit sich das Olivenöl und das Salz untermischt. Ich hatte den Teig auch das zweite Mal mit der Küchenmaschine geknetet, wahrscheinlich war das aber zu lange, denn die Brötchen sind nicht so stark aufgegegangen beim Backen wie sonst. Also am besten mit den Händen oder nur kurz mit der Küchenmaschine nochmals verkneten 😉

Tipp 3: Du kannst natürlich auch mal versuchen Kräuter oder andere Zutaten wie z.B. kleingehackte Nüsse in den Teig zu mischen. Das habe ich noch nicht ausprobiert, erzähle mir aber gerne von deinen Erfahrungen 🙂

Und jetzt viel Spaß beim Nachbacken & guten Appetit!

 

Geschrieben von

4 Kommentare zu “Selbstgemachte Dinkel-Brötchen

  1. Liebe Karin,
    das ist ja eine prima Idee von dir mit deiner Page!!
    Die Brötchen werden wir demnächst einmal nachbacken, ist ja wirklich simpel und sie sehen lecker aus.
    Wäre schön, wenn wir uns mal wieder sehen oder wenigstens hören!! Bis bald
    Liebe Grüße
    Birgit

    1. Hallo Birgit,

      berichtet gerne, wenn ihr die Brötchen nachgebacken habt 😉
      Liebe Grüße & bis bald!

  2. Liebe Karin, toll, dass wir auf die gleiche bewährte Küchenmaschine von Bosch setzen 😉 Sie erweist uns seit bestimmt 20 Jahren gute Dienste und man kann immer noch Ersatzteile nachbestellen. Viel Erfolg für deinen Blog wünscht dir Ines.

    1. Dankeschön, liebe Ines 🙂

      Das macht mir ja Hoffnung, dass wir dann in den nächsten 20 Jahren nichts Neues kaufen müssen 😉 Liebe Grüße!

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